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Träume der Stadt

أحـلام  المدينة

Träume der Stadt (Ahlam al-Medina)

Nach dem Tod seines Vaters zieht Dib mit seiner Mutter (Yasmine Khlat) und dem jüngeren Bruder aus Kuneitra, ihrer Heimatstadt, nach Damaskus. Nur widerwillig werden sie von seinem despotischen Großvater aufgenommen, der wenig hilfsbereit ist und seine Mutter zwingt, wieder zu heiraten. Dib, überwältigt von der Magie der großen Stadt, will alles entdecken und ist voller Träume. Doch Beleidigungen und Bestrafungen bestimmen den Alltag. Vor dem Hintergrund der politischen Umwälzungen in den 1950er Jahren (Ende der Militärdiktatur in Syrien, Nationalisierung des Suez-Kanals, Machtergreifung Nassers in Kairo, Vereinigung Syriens und Ägyptens im Jahr 1958) wächst Dib heran und verliert angesichts von Gewalt und Rohheit seine kindlichen Illusionen. Die Träume von der Stadt erweisen sich als Alptraum. Mohammad Malas' in Teilen autobiografischer Debütfilm markiert den Übergang zum Autorenkino in Syrien.

Spielfilm, Mohamad Malas, Syrien 1984, 130 min, Arabisch mit engl. oder franz. UT
Regie Mohamad Malas | Buch Mohamad Malas & Samir Zirka | Kamera Urdijan Engin | Schnitt Haitham Kouatly | Herstellungsleitung Georges Bishara | Produktion National Film Organization | DarstellerInnen Yasmine Khlat, Rafik Sbeit, Bassel el Abdiadh, Hisham Khcheifati, Talhat Hamdi, Adnan Barakat, Naji Jabr, Adib Chhadeh, Ayman Zeidan, Nazir Sarhan, Raja Kotrach, Hasan Dakkak

Pressestimme
Malas ist ein Filmemacher, von dem man noch hören wird. (Variety 1984)